Kaum ein Kanton verlangt so verschiedene Dächer: Altstadtziegel, Emmentaler Ründe und Oberländer Schneelast.
Wir schauen uns das Dach an und sagen offen, was nötig ist und was warten kann.
Die Berner Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe. Dachform, Ziegelart und sogar der Farbton sind vorgegeben, und jede Änderung läuft über die Denkmalpflege. Wer hier arbeitet, muss die Abläufe kennen, sonst steht das Gerüst und die Bewilligung fehlt noch.
Das Emmental hat die charakteristischen Bauernhäuser mit weit vorgezogenen Walmdächern und der Ründe über der Giebelseite. Diese Dachflächen sind riesig, oft mehrere hundert Quadratmeter, und die Konstruktion darunter ist gewachsen statt gerechnet. Vor jeder schwereren Eindeckung wird deshalb der Dachstuhl geprüft.
Das Oberland bringt Schneelast und Höhenlage. In Grindelwald, Adelboden oder Lenk gelten andere Werte als im Mittelland, und Chalets mit Holzschindeln oder Blecheindeckung verlangen eine eigene Herangehensweise.
Ziegel leiten Wasser ab, dicht sind sie nicht. Bei Schlagregen und Flugschnee gelangt Wasser darunter, und dann entscheidet das Unterdach. Bei Häusern aus der Zeit vor 1970 besteht es oft aus geteertem Papier oder fehlt ganz. Das ist bei Berner Sanierungen der mit Abstand häufigste Befund.
Selten in der Fläche. Kamin, Kehle, Dachfenster, Gaube, First und Durchdringungen sind die kritischen Stellen. Bei Emmentaler Häusern kommen die Anschlüsse an Ründe und Vordach dazu, die handwerklich anspruchsvoll sind und Erfahrung verlangen.
Beschreiben Sie kurz Ihr Anliegen. Die Beurteilung am Objekt ist kostenlos und unverbindlich.